Erinnerungen an Pavel Haas

Pavel Haas gehört zu einer ganzen Reihe von Künstler:innen, die uns bis heute schmerzlich daran erinnern, welche Lücken die Nazis mit ihrem Vernichtungsfeldzug gegen jüdisches Leben und jüdische Kultur gerissen haben. Bereits mit 14 Jahren begann Haas seine musikalische Ausbildung an der Brünner Musikschule und studierte später zwei Jahre am Konservatorium von Leoš Janáček. Er arbeitete als Musiklehrer und freischaffender Komponist, bevor er im Dezember 1941 ins KZ Theresienstadt deportiert wurde. Dort starteten die Nazis, um perfide den Schein von Normalität zu wahren, ein Programm zur „Freizeitgestaltung“, das auch Musik einschloss. Viktor Ullmann, Hans Krása und auch Pavel Haas gehörten zu den Tonschöpfer:innen, die inmitten des Unvorstellbaren weiter komponierten. Als Beitrag gegen das Vergessen erinnert das Gedenkkonzert an das unvorstellbare Leid so vieler Menschen.

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