„Mehr Schein als Sein“
„Mehr Schein als Sein“ - Eine kleine Geschichte des Falschgelds
Am 30. März um 15 Uhr erzählt Thorsten Fischer im Kultur- und Stadthistorischen Museum von der Geschichte des Falschgelds. Die neue Dauerausstellung „Cash!“ zeigt die Geschichte des Geldes von den Anfängen bis in die Gegenwart. Doch ob Münze oder Banknote: Oft genug trügt der Schein! Seit Erfindung der Münze im siebten Jahrhundert v. Chr. wurde dieses ökonomische Medium manipuliert und gefälscht. Schon in der griechisch-römischen Antike reduzierten engagierte Fälscher den Feingehalt der Edelmetalle von Münzen – obwohl Falschmünzerei zu allen Zeiten unter drastische Strafen gestellt wurde. Im Mittelalter etwa konnte das Beschneiden des Münzrands mit Abhacken der Hand geahndet werden. Erst unter dem Einfluss der Aufklärung im 18. Jh. setzten sich allmählich Freiheitsstrafen durch.
Mit der sogenannten „Aktion Bernhard“ inszenierten die Nationalsozialisten die wohl bislang größte Geldfälscheraktion der Geschichte. Zur Umsetzung ihres perfiden Planes griffen sie auf qualifizierte Insassen in KZ zurück. Thorsten Fischer blickt mit zahlreichen Beispielen auf eine über 2000-jährige Geschichte der Geldfälschung, erläutert den Unterschied zwischen Falschmünzern und Münzfälschern, zeigt unterschiedliche Fälschungsmethoden und stellt bekannte und unbekannte Geldfälscheraktionen und Münzfälschungen vor.
Die Ausstellung findet im Rahmen der AKZENTE statt.
Das gesamte Programm ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
Eintrittspreise
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigt 2,00 Euro.